Lügen durch Weglassen oder: Warum schweigt der Minister?

Ist es Lüge, wenn ich nicht die ganze Wahrheit sage? Ist es Unwahrheit, wenn ich nur über bestimmte Dinge spreche, andere aber unter den Tisch fallen lasse?

Lügen durch Weglassen: Beschränkung auf einen Teilausschnitt ändert die Bildaussage fundamental.

Wie das geht, zeigt das nebenstehende Bild aus dem Irakkrieg. Je nachdem, auf welchen Ausschnitt des Gesamtbildes ich mich beschränke, ist die Aussage eine völlig andere. Links bekomme ich den bösen Soldaten, der einen Wehrlosen mit der Waffe bedroht, rechts den guten Soldaten, der einem Hilflosen Wasser einflößt. Durch geschicktes Weglassen eines Teils der Wahrkeit lüge ich zwar nicht direkt, aber ich verzerre die Wirklichkeit auf eine Art und Weise, die ihr nicht entspricht und mit der ich die Einstellung des Betrachters gezielt manipulieren kann, hier: seine Haltung zum amerikanischen Militär.

Doch nicht nur Bildjournalisten können durch Weglassen lügen. Unser Bundesumweltministerium kann das auch. Lügen durch Weglassen oder: Warum schweigt der Minister? weiterlesen

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Grüne Kernenergie – Berliner Physiker zeigen umweltfreundliches Reaktorkonzept

Pressemitteilung der Nuklearia

Grüne Kernenergie – Berliner Physiker zeigen umweltfreundliches Reaktorkonzept

Die GreenTec Awards hatten ihren Publikumsliebling Dual-Fluid-Reaktor als politisch inkorrekt vom Wettbewerb ausgeschlossen. Heute Abend präsentieren die Erfinder ihren umweltfreundlichen Kernreaktor in einer Internet-Veranstaltung. Gastgeber ist die kernenergiefreundliche Arbeitsgruppe Nuklearia der Piratenpartei. Grüne Kernenergie – Berliner Physiker zeigen umweltfreundliches Reaktorkonzept weiterlesen

How To Stash A Nuclear Reactor Away

Usually this blog is in German, but this time I am blogging in English in order to share a remarkable story from Germany with the international nuclear community. Deutschsprachige Leser sollten diesen Artikel lesen und möglicherweise auch die in Abschnitt »Links« verlinkten. German readers are advised to read this article and possibly what is linked in the „Links“ section below. Okay, what happened?

In Germany, a Nuclear Reactor Disappeared

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Das Kernkraftwerk im Hinterhof: keine große Sache

Das Kernkraftwerk Pickering produziert rund 15 Prozent der Elektrizität in Ontario. Zusammen mit den KKW Darlington und Bruce kommt Kernenergie auf einen Anteil von über 60 Prozent. Die Schwerwasserreaktoren verwenden natürliches Uran und kommen ohne Anreicherung aus. Quelle: Ontario Power Generation

Von James Conca (Übersetzung: Rainer Klute)

Damit dürfte diese Frage endgültig geklärt sein: Kernkraftwerke haben keine Auswirkungen auf die Krebshäufigkeit der Menschen in ihrer Nachbarschaft. Punkt. Oder müssen wir das immer wieder auf’s Neue beweisen?

Im Mai 2013 veröffentlichte die Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) eine Langzeitstudie, die das sehr umfassend und akribisch für die Bevölkerung in der Umgebung dreier Kernkraftwerke in der kanadischen Provinz Ontario untersucht hat.

Die Studie Radiation and Incidence of Cancer Around Ontario Nuclear Power Plants from 1990 to 2008 (RADICON-Studie) zeigt: Es gibt keinerlei Nachweis für Kinderleukämie-Cluster, für eine Zunahme von Non-Hodgkin-Lymphomen oder für die Zunahme irgendeiner Krebsart in irgendeiner Altersgruppe in der Bevölkerung im Umkreis von 25 Kilometern um die Kernkraftwerke Pickering, Darlington und Bruce herum.

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Grundwasser in Fukushima radioaktiv verseucht! Oder doch nicht?

Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Im Vordergrund Tanks mit kontaminiertem Wasser, im Hintergrund die zerstörten Reaktorblöcke 1 bis 4. Quelle: Kiwinews

In den japanischen und englischsprachigen Medien macht gerade die Meldung die Runde, das Grundwasser in Fukushima sei radioaktiv verseucht. Tepco finds groundwater contaminated with radioactive cesium, titelt beispielsweise die Japan Times. In Reversal, Tepco Says Water at Fukushima Is Contaminated, ist in der New York Times zu lesen.

Grundwasser ins Meer

Worum geht es? TEPCO, die Betreiberfirma des havarierten Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi, kämpft mit gewaltigen Grundwassermengen, die durch Risse in die zerstörten Reaktorgebäude eindringen. Es fließt also kein radioaktives Wasser aus den Gebäuden heraus, wie viele glauben, sondern es ist genau umgekehrt: Wasser strömt hinein – und zwar jeden Tag 400 Kubikmeter.
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