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Das Kernkraftwerk im Hinterhof: keine große Sache

Das Kernkraftwerk Pickering produziert rund 15 Prozent der Elektrizität in Ontario. Zusammen mit den KKW Darlington und Bruce kommt Kernenergie auf einen Anteil von über 60 Prozent. Die Schwerwasserreaktoren verwenden natürliches Uran und kommen ohne Anreicherung aus. Quelle: Ontario Power Generation

Von James Conca (Übersetzung: Rainer Klute)

Damit dürfte diese Frage endgültig geklärt sein: Kernkraftwerke haben keine Auswirkungen auf die Krebshäufigkeit der Menschen in ihrer Nachbarschaft. Punkt. Oder müssen wir das immer wieder auf’s Neue beweisen?

Im Mai 2013 veröffentlichte die Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) eine Langzeitstudie, die das sehr umfassend und akribisch für die Bevölkerung in der Umgebung dreier Kernkraftwerke in der kanadischen Provinz Ontario untersucht hat.

Die Studie Radiation and Incidence of Cancer Around Ontario Nuclear Power Plants from 1990 to 2008 (RADICON-Studie) zeigt: Es gibt keinerlei Nachweis für Kinderleukämie-Cluster, für eine Zunahme von Non-Hodgkin-Lymphomen oder für die Zunahme irgendeiner Krebsart in irgendeiner Altersgruppe in der Bevölkerung im Umkreis von 25 Kilometern um die Kernkraftwerke Pickering, Darlington und Bruce herum.

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Klimastreit entschieden? Neue Studie bringt Klarheit

Klimaskeptiker bezweifeln, daß die globale Erwärmung auf menschliche Aktivitäten wie den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen zurückzuführen ist. Klimaschützer hingegen warnen vor dem Bau neuer Kohlekraftwerke, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre blasen und den Klimakollaps weiter anheizen – mit schrecklichen Folgen auf der ganzen Welt.

Nach jahrelangem Streit zwischen Klimaschützern und Klimaskeptikern gibt es nun eine neue Studie, die diesen Streit entscheiden könnte. Der Physiker und Klimaskeptiker Prof. Richard Muller hat sie durchgeführt, das klimaskeptische Heartland Institute, hinter dem die amerikanische Kohleindustrie steckt, hat sie mitfinanziert. Ergebnis: Die globale Erwärmung ist sehr wohl menschengemacht, und es sind die Treibhausgase, die sie verursachen, allen voran das CO2.

Richard Muller hat seine Überzeugung aufgrund der Ergebnisse seiner Studie komplett gewandelt – eine wahrhaft wissenschaftliche Haltung, die manch anderem ebenfalls gut anstünde! Kernenergie besitzt eine außerordentlich gute CO2-Bilanz. Die Folgen des Klimakollaps sind weitaus dramatischer, als jedes Nuklearunglück es sein könnte (zur Erinnerung: keine Strahlungstoten durch Fukushima). Bevor wir Kernkraftwerke durch eneuerbare Energien ersetzen, sollten wir daher zuallererst die Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke abschaffen!