FeG Dortmund-West wird selbständig

In Zeiten, in denen die Zahl der Kirchgänger zurückgeht, ist es schon etwas Besonderes, wenn eine christliche Gemeinde nicht nur nicht schrumpft, sondern wächst und Tochtergemeinden gründet. Die Freie evangelische Gemeinde Dortmund hat heute ihre Tochtergemeinde Dortmund-West in die Selbständigkeit entlassen: Mitglieder und Gäste beider Gemeinden nahmen am Gottesdienst in den Räumen der Muttergemeinde teil.

Pastor Arne Völkel erinnerte an die ersten Überlegungen im Jahr 2006. Schritt für Schritt und im Vertrauen auf Gott sei die Gemeinde vorangegangen, zaghaft und doch mutig. Und Gott habe Vertrauen und Gehorsam belohnt, so daß es schließlich zur Gründung von gleich zwei Tochtergemeinden kam, nämlich der FeG Dortmund-West in Dorstfeld und der FeG Holzwickede.

Warum wächst eine Gemeinde? Wie entstehen Tochtergemeinden? Ich denke, eine entscheidende Rolle spielt das, was Klaus Lüdemann, Sprecher des Leitungsteams der FeG Dortmund-West, in seiner Predigt ausführte: Leidenschaftliche Liebe bringt Gott uns entgegen, und diese leidenschaftliche Liebe Gottes sollen seine Leute anderen Menschen vermitteln. Wo Christen das tun, wird ihr Glaube im Wortsinn attraktiv und zieht andere Menschen an. Die erleben, daß man sie annimmt, sie wertschätzt, ihnen praktisch hilft – kurz: sie liebt. Und sie werden neugierig auf den, von dem Christen die Liebe bekommen, die sie weitergeben.

Daß das funktioniert, zeigt die Existenz der FeG Dortmund-West. Wobei »funktioniert« kaum das richtige Wort ist. Denn Liebe ist ja mehr als eine Bedienungsanleitung für Gemeindewachstum oder ein paar Regeln, an die sich eine Gemeinde zu halten hat. Was versteht die FeG Dortmund-West unter Liebe? Ein Stückweit macht das die Bezeichnung deutlich, die sie den Menschen verpaßt, für die sie da sein will. Sie nennt sie VIPs: very important persons – sehr wichtige Personen. Das ist es!

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Datenschutz für Einsteiger – Basisinformationen für ERF-Hörer in »Calando«

Am 2010-01-27 war ich bei ERF Medien in Wetzlar, dem christlichen Medienunternehmen in Deutschland, zu Besuch. Sinn und Zweck: eine Sendung zum Thema Datenschutz in der Reihe »Calando« machen. Eingeladen hatte ERF-Redakteurin Angelika Fries.

Mit dabei waren Christel aus meiner Gemeinde, der Freien evangelischen Gemeinde Dortmund, und Christian von der Piratenpartei. Beide wollten gern dabeisein und den ERF näher kennenlernen – und sie konnten sich den ganzen Tag freimachen. Den brauchten wir nämlich durchaus.

Morgens um 9.15 Uhr ging es mit dem Zug ab Hagen Hbf los; um 11.40 Uhr waren wir in Wetzlar, wo uns ein ERF-Mitarbeiter vom Bahnhof abholte. Im ERF nahm uns Angelika Fries in Empfang und führte uns in die Kantine.

Zwischen Mittagessen und Calando-Aufzeichnung war ich kurz im Mittagsmagazin »Halbzeit« dran. Michael Klein interviewte mich live zum Datenschutz und zu Elena [anhören]. Hinterher meinte er, wir hätten die Zeit zwar maßlos überzogen, »aber das mußte jetzt sein.« Überhaupt sind die ERF-Mitarbeiter sehr sensibilisiert, was Datenschutz betrifft. Das kam in den Gesprächen mit Angelika Fries, Michael Klein und anderen Redakteuren deutlich heraus. Auch die Piratenkalender, die ich mitgebracht hatte, trafen auf großes Interesse. Im Gegenzug bekamen wir Kaffeetassen im Calando-Design geschenkt – kein schlechter Tausch!

Nach dem Halbzeit-Interview nahmen wir die Calando-Sendung auf. Im Studio vor dem Mikrofon saßen Angelika Fries und ich, hinter der dicken Scheibe in der Technik Angelikas Ehemann Gerd. Aus dem Technikraum heraus konnten auch Christel und Christian alles verfolgen. Ich hatte mir auf meinem Notebook Stichworte mitgebracht zu dem, was ich erzählen wollte. Die Stichpunkte mußte ich dann allerdings ausdrucken (lassen) und das Notebook ausmachen: Der leise Lüfter wäre für das empfindliche Studiomikrofon zu laut gewesen und hätte die gesamte Sendung mit einem Summen unterlegt. Das lies Gerd Fries nicht durchgehen!

Die Calando-Aufzeichnung empfand ich zugleich als spannend und angenehm. Das Schöne ist: Wenn man sich mal versprochen oder Blödsinn geredet hat, oder wenn man einen Gedankengang noch einmal anders und besser darstellen möchte, kann man den Text einfach noch einmal sprechen. Der Techniker schneidet das später zurecht.

Leider konnten wir in einer Sendung von einer Stunde mit rund 30 Minuten Wortanteil das Thema nur an der Oberfläche ankratzen. Da mußten Gerd und Angelika Fries ohnehin noch 15 Minuten aus den aufgezeichneten 45 herausschneiden. Das Ergebnis kann man sich am Dienstag, 2010-02-02, ab 16 Uhr auf ERF Radio anhören und dann noch einmal am Mittwoch um Mitternacht. Die Wortblöcke bekomme ich vom ERF noch in  Dateiform. Ich plane, diese Dateien auf irgendeinem Server der Piratenpartei zum Herunterladen anzubieten. Mit den Liedern ist das ja aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht möglich. Wer die Lieder auch gern hätte, sollte den Live-Stream mitschneiden – Stichwort Privatkopie.

Nach dem Aufzeichnen der Sendung fuhren wir aber nicht gleich nach Hause, sondern wir bekamen noch eine Führung durch den Sender. Sabine Rapsilber nahm sich die Zeit, uns drei Besucher durch das Haus zu führen und alles zu zeigen. Die Radiostudios hatten wir ja schon kennengelernt. Jetzt bekamen wir Einblicke in die Sendetechnik (Kurzwelle, Kabel, Internet, Telefon), die internationalen Projekte des ERF, die Web-Radios CrossChannel.de und ERF Pop sowie ERF Online.

Ein Highlight war das Fernsehstudio, wo wir ERF-Direktor Jürgen Werth trafen, der gerade mit der Gruppe »Die Mütter« eine Folge seiner Talk-Reihe »Wert(h)e Gäste« fertiggestellt hatte. Die vier posierten denn auch noch für ein Foto.

Tja, und dann fuhr uns Gerd Fries zum Bahnhof, und es ging wieder auf den Heimweg. Für Christel, Christian und mich war das ein hochinteressanter und erfüllter Tag. Jetzt bin ich gespannt auf die Reaktionen der schätzungsweise 80.000 Hörer!

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