Durchwachsen positiv – VCSEL-Entwicklung geht weiter

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Durchwachsen positiv ist der kürzlich veröffentlichte Quartalsbericht von POET Technologies. Er enthält negative wie positive Nachrichten, wobei die positiven von der Anzahl her leicht und von der Bedeutung her deutlich überwiegen. Die in meinen Augen wichtigste Nachricht ist jedenfalls klar positiv: Die Ursachen für die Verzögerungen bei der Prototypentwicklung des integrierten VCSEL-Transceivers sind behoben; POET konnte die Arbeit wieder aufnehmen. Auch wenn durch die Nachschubschwierigkeiten alles länger dauert als ursprünglich gedacht, so geht POET doch davon aus, ab 2018 mit der Optical Engine Geld zu verdienen.

English English abstract: Mixed with a positive tilt: that’s POET Technologies‘ recently published quarterly report. It contains negative as well as positive messages, with the positive ones being slightly more in numbers and considerably more meaningful than the negative ones. Anyway, what I am considering the most important news is clearly positive: the delays in prototype development of the integrated VCSEL transceiver have been resolved, and POET was able to resume progress. Even if epitaxial supply constraints caused everything to take longer than originally intended, POET nevertheless expects to make money with the Optical Engine, starting 2018.

  • Please find an automatic Google translation of the complete article here. However, please beware it is anything but perfect!

9.699.889 US-Dollar (USD) hatte POET-Technologies zum Stichtag 2016-09-30 in der Kasse. Die Einnahmen durch die Kapitalerhöhung im Oktober und November sind darin noch nicht berücksichtigt. Insgesamt hatte das Unternehmen 30,6 Mio. USD auf der Habenseite und Verbindlichkeiten von 3,2 Mio. USD.

Weniger Verlust

Negativ: Das Unternehmen schreibt nach wie vor rote Zahlen. Im dritten Quartal 2016 waren es 2,8 Mio. USD, was gerundet einem Cent pro Aktie entspricht.

Positiv: Dieser Verlust ist geringer als im zweiten Quartal 2016, als er noch 3,4 Mio. USD betragen hatte.

Weniger Umsatz als erwartet

Negativ: Einen Umsatz von über zwei Millionen USD im zweiten Halbjahr 2016 hatte der Vorstand noch Ende August im Halbjahresbericht erwartet. Diese Schätzung nimmt er nun zurück und revidiert sie auf 1,6 bis 1,8 Millionen USD. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, benötigt POET Technologies den Eingang mehrerer Bestellungen für Sensorikprodukte und 2.5G-DFB-Laser sowie deren Auslieferung. Nötig sei außerdem der pünktliche Abschluß mehrerer Kundenprojekte.

Positiv: Die Umsätze stiegen von 576.741 USD im zweiten Quartal auf 861.545 USD im dritten. Einerseits liegen diese Zahlen auf einem niedrigem Niveau, andererseits zeigen sie eine beeindruckende Steigerung, nämlich ein Plus von 49,3 Prozent von einem Quartal zum nächsten. Beeindruckend ist auch die Umsatzrendite von 47,3 Prozent, die im zweiten Quartal noch bei 28,9 Prozent gelegen hatte. Dies soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern POET will diese Werte weiter steigern. Das Unternehmen hält die Prognose aufrecht, bei DenseLight im ersten Halbjahr 2017 einen positiven Cash Flow zu erreichen.

Entwicklung der POET-Plattform geht weiter

Negativ: Es gibt noch kein Produkt und keinen Prototypen, die auf der POET-Technik beruhen. Ursache dafür waren Verzögerungen in der Belieferung mit epitaktisch beschichteten Wafern, vermutlich bedingt durch Engpässe bei POETs Zulieferer EpiWorks. Außerdem mußte POET auf Ausfuhrgenehmigungen des US-Handelsministeriums warten.

Positiv: Als unmittelbares Ergebnis der Kapitalerhöhung sei POET Technologies nun in der Lage, mehrere parallele Entwicklungswege zu beschreiten, formuliert POET-Chef Suresh Venkatesan etwas abstrakt. POET habe bereits bedeutende Schritte getan, um die Lernzyklen zu beschleunigen. Außerdem investiere man in wichtige Anlagen und in Schlüsselfähigkeiten, um eine bessere Kontrolle über die zeitkritischen Aspekte des Entwicklungsprozesses zu gewinnen, erläutert er. Leider führt Venkatesan nicht aus, was genau er unter »parallelen Entwicklungswegen«, »bedeutenden Schritten«, »wichtigen Anlagen« und »Schlüsselfähigkeiten« versteht.

Die Quintessenz ist immerhin klar: »Die Verzögerungen, mit denen wir zunächst durch fehlenden Nachschub an epitaktisch beschichteten Wafern zu kämpfen hatten, später durch Probleme mit Ausfuhrgenehmigungen, sind Vergangenheit. Wir konnten die Arbeit auf dem auf dem Weg zur Herstellung integrierter Prototypen wieder aufnehmen. Auch wenn diese vorprototypische Phase durch verschiedene Hindernisse länger gedauert hat als ursprünglich gedacht, glauben wir, daß wir für eine Kommerzialisierung in 2018 auf dem richtigen Weg sind.«

Und damit es wirklich jeder versteht, wiederholt die POET-Medienmitteilung das Gesagte: Die Arbeit an der integrierten Optical Engine gehe weiter und zeitige an mehreren Fronten Fortschritte, sowohl im vergangenen wie auch im laufenden Quartal. Man verfolge parallele Wege beim VCSEL-Design, sorge mit Hilfe mehrerer Zulieferer für Wafer-Nachschub und habe die Entwicklungszyklen beim Foundry-Partner Wavetek in Taiwan wieder aufgenommen. Gegenwärtig konzentriere sich das Unternehmen auf Verbesserungen der VCSEL-Funktionalität und auf Optimierungen des Transistors. Bis zur Kommerzialisierung sei noch eine Reihe von Schritten zu gehen:

  • Erfolgreiche Entwicklung integrierter Prototypen
  • Produktentwicklung integrierter monolithischer Transceiver für aktive optische Kabel (Active Optical Cable, AOC)
  • Vorstellung von Alpha-Prototypen
  • Beteiligung potentieller Kunden mit Beta-Prototypen
  • Nachweis von Herstellbarkeit und Skalierbarkeit
  • Vollständige Qualifizierung der integrierten Bausteine in Endnutzeranwendungen

Abgesehen vom Ziel »Kommerzialisierung in 2018« nennt POET Technologies leider nicht einmal ungefähre Termine für die genannten Schritte, deutet aber immerhin an, über  wesentliche Fortschritte informieren zu wollen – mit einer Einschränkung: »soweit es angebracht ist«.

Produktionsverzögerungen bei DenseLight reduzieren Kaufpreis

Negativ: Die verminderte Umsatzerwartung für DenseLight im zweiten Halbjahr 2016 ist laut POET in erster Linie auf unerwartete Produktionsverzögerungen in der Foundry in Singapur zurückzuführen. Bei DenseLight stellten sich, wie POET-Chef Suresh Venkatesan orakelt, »bestimmte Defizite in der organisatorischen, funktionalen und betrieblichen Struktur« heraus. Was das im einzelnen ist oder war, sagt Venkatesan nicht, sondern bleibt wie schon zuvor im Abstrakten.

Positiv: POET hat die Schwachstellen bei DenseLight erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Management bleibt für die weitere Entwicklung zuversichtlich.

Bei der Übernahme von DenseLight war ein zusätzlicher Kaufpreis von einer Million USD in POET-Aktien vereinbart worden für den Fall, daß DenseLight in 2016 bestimmte, nicht näher spezifizierte Umsatzziele erreicht. POET geht davon aus, daß daraus nun wohl nichts wird. Die entsprechende Verwässerung bleibt aus.

Weiterhin hatten bestimmte Alteigentümer von DenseLight 20 Prozent der POET-Aktien, die sie als Kaufpreis erhalten hatten, treuhänderisch als Sicherheit hinterlegt beziehungsweise wohl hinterlegen müssen. Dies geschah offenbar für den Fall, daß von ihnen gemachte Zusicherungen über den Zustand des Unternehmens sich als nicht zutreffend erweisen sollten. POET Technologies steht auf dem Standpunkt, daß dieser Fall nun eingetreten sei und will einen entsprechenden Anspruch geltend machen. Sollte das Unternehmen damit erfolgreich sein, gingen 2.722.230 Aktien zurück an POET. Das würde die Anzahl der ausgegeben Aktien vermindern.

Neue DenseLight-Produkte in 2016 und 2017

2.5G-DFB-Laser

DenseLight begann im dritten Quartal mit der Fertigung von ungekühlten 2.5G-DFB-Lasern (DFB = Distributed Feedback). Leider ist darüber im Internet einschließlich der DenseLight-Homepage so gut wie nichts zu finden. Der letzte Eintrag unter DenseLights „Announcements“ ist über sieben Monate alt und berichtet von der Übernahme durch POET Technologies. Lediglich der DenseLight-Distributor Laser Diode Source hat eine Produktseite zum 2.5G-DFB-Laser online. Dort kann man auch das originale Datenblatt von DenseLight abrufen.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Die eigenen Produkte auf der eigenen Website darzustellen – das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, über die man eigentlich nicht zu reden brauchte, ganz egal, ob ein Unternehmen seine Produkte über Distributoren vertreibt oder nicht.

Trotz dieser Schwächen konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen ersten Kunden für den 2.5G-DFB-Laser in China gewinnen, der den den Laser im Bereich Passive Optical Networks (PON) einsetze. PONs sind Zugangsnetze mit hoher Bandbreite. Sie bilden die Grundlage für Hochgeschwindigkeits-Internet und Multimediadienste und sind die am weitesten verbreitete FTTx-Netzwerktechnik. FTTx steht für „Fiber to the x“, also Glasfaser bis zu x, wobei dieses x aussagt, wie weit das Glasfasernetz reicht. Beispiele sind FTTB (Fiber to the building, Glasfaser bis zum Anschlußpunkt im Gebäude) oder FTTD (Fiber to the desktop, Glasfaser bis zum Schreibtisch des Anwenders).

LIDAR

Für 2017 kündigt POET Technologies die Einführung von Sensorikprodukten für den LIDAR-Markt an. Einzelheiten nennt POET zwar nicht, doch handelt sich jedenfalls um Ergebnisse der DenseLight-Produktentwicklung.

LIDAR steht für „Light imaging, detection and ranging“. LIDAR-Systeme senden Laserstrahlen aus und detektieren das an Objekten reflektierte oder durch die Atmosphäre zurückgestreute Licht. Dieses Verfahren ermöglicht zahlreiche unterschiedliche Anwendungen, von der Luftschadstoffmessungen über Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen bis hin zu Objekterkennung und Umgebungserfassung. LIDAR-Anwendungen brauchen Lichtquellen (Laser) mit jeweils geeigneten Wellenlängen zum Beleuchten des Untersuchungsgegenstands und Sensoren zum Detektieren des reflektierten beziehungsweise zurückgestreuten Lichts.

NRE-Umsätze

POET Technologies arbeitet weiterhin auch an spezifischen Kundenprojekten und erzielte auf diese Weise sogenannte NRE-Umsätze von 154.000 USD (NRE = Non-Recurring Engineering). Diese bisherigen NRE-Umsätze beruhen vermutlich auf DenseLight-Lösungen und sind noch nicht der große Wurf auf Basis der POET-Technik. Sie sind wohl auch noch nicht das, was POET als erste NRE-Umsätze bis 2017 in Aussicht gestellt hatte. Zu den aktuell laufenden Projekten zählt auch ein langfristiger Servicevertrag, offenbar mit einer Behörde, bei dem jeweils sechsstellige Umsätze entstehen, sobald bestimmte Meilensteine erreicht werden.

POETische Vision: führendes Unternehmen für integrierte Photonik

Für die aktuelle Fassung des Dokuments „Management’s Discussion and Analysis“ hat POET das Kapitel „Overview“ ist völlig neu geschrieben. Es skizziert, was POET tut, künftig tun will und welche Märkte das Unternehmen zur Zeit angeht oder künftig angehen will. Bescheiden sind die Ziele nicht: POET Technologies will das (nicht: ein) weltweit führende Unternehmen für integrierte Photoniklösungen werden.

POET-Plattform ermöglicht optoelektronische Integration

Möglich mache dies die POET-Plattform. Sie erlaube die kostengünstige, monolithische Integration optischer und elektronischer Funktionen in ein und demselben Chip. Außer POET Technologies gebe es kein weiteres Unternehmen, das dazu in der Lage sei – jedenfalls nicht nach Kenntnis des Managements.

Single-Chip-Lösungen schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Anders als herkömmliche Lösungen, die mehrere Chips mit unterschiedlichen Funktionen im selben Gehäuse benötigen, sind Single-Chip-Lösungen die preisgünstigste Art photonischer Integration. Bis zu 80 Prozent Einsparungen seien möglich. Weitere Vorteile seien der um 50 bis 90 Prozent geringeren Stromverbrauch und der ebenfalls zwischen 50 und 90 Prozent geringere Platzbebedarf. Dies erschließe völlig neue Märkte für Photoniklösungen, etwa in Mobilgeräten oder zur Datenübertragung von Chip zu Chip innerhalb von Servern oder anderen Geräten.

Innovationen durch DenseLight und BB Photonics

Während die POET-Plattform Photoniklösungen wie die Optical Engine ermöglichen soll, erhofft sich POET Technologies auch durch das spezifische Know-how von DenseLight und BB Photonics weitere Innovationen für verschiedene vertikale Märkte. Die Akquisition von BB Photonics solle die Einführung von POETs erstem 100-Gbps-Produkt beschleunigen, sagt POET. Das Unternehmen will 2017 Receiver-Lösungen mit 25 Gbps einführen. Auch eine Kombination der POET-Plattform mit DenseLight- und BB-Photonics-Technik deutet POET an.

Marktpotential und Marktwachstum

Der gesamte Photonikmarkt soll bis 2021 jährlich um 8 bis 12 Prozent wachsen und dann 54 Milliarden USD erreichen. Innerhalb dieses Marktes sieht POET für sich zunächst drei vertikale Märkte: Datenkommunikation, Sensorik und Displays.

Datenkommunikation

Der Datenkommunikationsmarkt wachse von 2014 bis 2019 um 25 Prozent jährlich, zitiert POET eine Marketsandmarkets-Studie. Er stelle einen insgesamt vorhandenen Markt (Total Available Market, TAM) von rund 23 Milliarden USD dar. Das Wachstum entfalle vor allem auf Cloud-Rechenzentren mit 33 Prozent jährlich, während traditionelle Rechenzentren nur auf fünf Prozent Wachstum kommen.

Bevor POET an diesem Wachstum partizipieren kann, steht aber zunächst für einen Großteil des Jahres 2017 die Produktentwicklung auf der Agenda, mit dem integrierten VCSEL-Transceiver an erster Stelle. Erste Umsätze aus der Optical Engine sollen 2018 fließen.

Immerhin ist das Rechenbeispiel zur Energieeinsparung in Rechenzentrum im MD&A jetzt korrekt. Ein aktives optisches Kabel von POET Technologies anstelle eines Kupferkabels würden den Stromverbrauch pro Verbindung von sechs Watt auf ein Watt vermindern. In POETs Beispiel eines Rechenzentrums mit 100.000 solcher Verbindungen bedeutet das eine Einsparung von einem halben Megawatt plus einem weiteren halben Megawatt für die eingesparte Kühlung. Je nach Stromtarif sind das grob über den Daumen gepeilt 350.000 Dollar pro Jahr – in Deutschland dank hoher Strompreise durch die Energiewende entsprechend mehr.

Auf der POET-Website ist die Darstellung leider noch immer falsch. Auf dem Weg zum führenden Photonikunternehmen wäre es ein wichtiger Schritt, den Text endlich zu korrigieren.

Sensorik

Der Markt für optische Sensoren repräsentiert laut POET Technologies einen TAM von rund 23 Milliarden USD und beruft sich auf eine Studie von Global Market Insights. Er teile sich in verschiedene Segmente auf: Testen und Messen (10 Mrd. USD), strukturelle Überwachung von Infrastruktur wie Stromtrassen, Eisenbahnschienen, kerntechnischen Anlagen usw. (6 Mrd. USD), Führungs- und Navigationssysteme (4,5 Mrd. USD), Gesundheitswesen (2,5 Mrd. USD). Diese Märkte weisen hohe Wachstumsraten auf. POET Technologies adressiert sie mit aktuellen und künftigen DenseLight-Produkten.

Displays

Auf den Markt für Displays geht „Management’s Discussion and Analysis“ nicht weiter ein. Mein Beitrag »Voll im Plan« enthält jedoch einige Zahlen dazu und verweist auf entsprechende Studien.

POET denkt bei Displays an Augmented Reality sowie Virtual Reality und will Miniaturdisplays auf Basis von Smart Pixeln entwickeln. Forschungen dazu sind Bestandteil des Entwicklungsprojekts zwischen POET Technologies und dem Institut für Materialforschung und -technik (IMRE) in Singapur. Darüber hatte ich an anderer Stelle berichtet.

Patente

Erstmals erwähnt POET Technologies in einer Medienmitteilung die Erteilung von Patenten. Zwar waren die Patente von POET-Erfinder Geoffrey W. Taylor stets online zu finden, das Unternehmen hatte es bislang jedoch nie für nötig gehalten, auf neu erteilte Patente besonders hinzuweisen.

Konkret geht es um die US-Patente Nr. 9.490.336 „Fabrication methodology for optoelectronic integrated circuits“ und Nr. 9.490.321 „Optoelectronic integrated circuit“. Beide stellten gegenüber potentiellen Wettbewerber eine wichtige Eintrittshürde dar, so POET. Des weiteren schütze „Optoelectronic integrated circuit“ das POET-Design eines integrierten optischen Senders und Empfängers mit Thyristoren und bipolaren Transistoren.

Insgesamt verfügt das Unternehmen über 58 erteilte und beantragte Patente zur POET-Plattform. Davon beziehen sich 26 auf Strukturen von Bauelementen, 14 auf die zugrundeliegende Technik, elf auf Anwendungen und sieben auf den Herstellungsprozeß. Hinzu kommen Geschäftsgeheimnisse und Know-how von DenseLight und BB Photonics.

Neue Kommunikationspolitik

Vor über einem Jahr hatte POET Technologies einen neuen Kommunikationsstil angekündigt. Mehr Informationen, mehr Offenheit, Audiokonferenzen und dergleichen. So richtig zufriedenstellend war das, was folgte, dann zwar doch nicht, aber auch damit ist es jetzt offenbar wieder vorbei. Man wolle alle POET-Aktionäre regelmäßig informieren, natürlich den Publizitätspflichten in Kanada und in den USA nachkommen und nur noch schriftliche Mitteilungen herausgeben, heißt es. Mindestens einmal im Halbjahr soll einen Statusbericht erscheinen, ergänzt um Pressemitteilungen bei wichtigen Ereignissen.

Daß dieser Wandel in der Kommunikationspolitik mit der Einstellung von Thomas Mika als Finanzchef zusammenfällt, dürfte kein Zufall sein. Mika zeigt sich in POETs Medienmitteilung sichtlich genervt von den zahlreichen Aktionärsanfragen an das Unternehmen und an seinen Investor-Relations-Dienstleister. Damit sei nun Schluß, kündigt Mika an. Die Entwicklung neuer Technik lasse sich ohnehin nicht exakt vorhersagen. Und um die erreichten Fortschritte zu verstehen, seien häufig detaillierte Erläuterungen notwendig. Dies seien aber Informationen, von denen potentielle Mitbewerber profitieren könnten. Derartige Anfragen will POET daher ausdrücklich nicht beantworten.

Quellen


In eigener Sache

Meine Blogbeiträge zu POET Technologies sind kostenlos und sollen es möglichst auch bleiben. Informationen zu recherchieren, aufzubereiten und Beiträge zu schreiben, kostet jedoch einiges an Zeit und Aufwand. Wenn dir das Ergebnis etwas wert ist, dann freue ich mich nicht nur über Feedback, sondern auch über die Überweisung eines Betrags deiner Wahl auf das Konto IBAN DE93360100430323898437, BIC PBNKDEFF. Betreff: POET-Blog. Vielen Dank!


Bitte beachten Sie die Hinweise zu Risiken und zum Haftungsausschluß!

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2 Kommentare zu „Durchwachsen positiv – VCSEL-Entwicklung geht weiter“

  1. POET ist zwar Mist ;-), aber der Bericht hier ist Spitze und seine Strukturierung Klute hoch drei.

  2. Sehr hilfreich, Rainer. Ich habe zwar das ganze Zeugs auch durchgelesen, daraufhin meine Finanzplanung angepasst und in Folge dessen bereits 1/3 meiner bis Jahresende geplanten Nachkaeufe vollzogen – aber so eine Zusammenfassung ist einfach Gold wert, auch um die eigene Entscheidung gegenzuchecken.

    Wo ich komplett anderer Meinung bin als der „mainstream“, respektive froh bin, dass sich etwas geaendert hat , ist die Kommunikationspolitik. Ein IR der in einem Board postet, ein anderer IR der gleichlautende Anfragen stundenlang am Telefon beantwortet, Kleinaktionaere die seitenlange Anfragen stellen deren Baeantwortung Tage gedauert haette…….:Man stelle sich so was bei Dialog Semiconductor vor oder bei Finisar. Undenkbar. Die POET-IR ist endlich professionalisiert und den Standards angepasst. Jetzt muessen wir uns nur noch den anderen Standards (Produkte,Umsaetze) anpassen 🙂 Danke nochmals und frohe Feiertage an alle Longs.

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