Wieder Wahlkampf – Piraten wollen in den NRW-Landtag

Seit dem der nordrhein-westfälische Landtag sich am 14. März überraschend aufgelöst hat (überraschend auch für ihn selbst), ist nach nur zwei Jahren wieder Landtagswahlkampf in NRW angesagt. Diesmal wird es relativ kurz und knackig, denn der 13. Mai ist der letztmögliche Wahltermin. Die Piratenpartei steht mit 5 bis 7 Prozent in den Umfragen jetzt sehr viel besser da als 2010, dürfte also wohl in den Landtag kommen.

Ich selbst möchte ebenfalls wieder antreten, diesmal aber nicht als Direktkandidat im Wahlkreis Herford II, sondern in Dortmund II. Dieser Wahlkreis umfaßt die Stadtbezirke Innenstadt-Ost, Innenstadt-Nord und Eving umfaßt. Ich selbst wohne in Innenstadt-Ost, und auf meinem täglichen Weg zur Arbeit durchradle ich alle drei Stadtbezirke. Als Direktkandidat der Piratenpartei hat man zwar keine Chance, das Mandat zu gewinnen, aber es erhöht die Sichtbarkeit der Partei ungemeint. Bei der Landtagswahl 2010 hatte es der damalige Piratenkandidat leider nicht geschafft, in 5 Monaten die erforderlichen 100 Unterstützungsunterschriften zu sammeln. Das sollte jetzt aber kein Problem sein, fallen mir doch spontan mindestens 25 Wahlberechtigte aus dem Wahlkreis ein, die meine Kandidatur sofort unterstützen würden.

Die Dortmunder Piraten treffen sich zur Aufstellungsversammlung am Mittwoch, 21. März, und ich bin gespannt, ob sie mich wohl als Kandidaten nominieren werden. Im Piratenwiki gibt es eine Übersicht der Bewerber für die vier Dortmunder Wahlkreise.

Außerdem hätte ich gern einen Platz auf der Landesliste. Dazu wird es am 24. und 25. März einen Landesparteitag geben, der die Kandidaten und ihre Reihenfolge festlegt. Letztere entscheidet, wer in den Landtag einziehen wird. Bei 5 Prozent der Zweitstimmen sind die ersten 9 Plätze sicher drin.

Meine vom Wahlamt ausgestellte Wählbarkeitsbescheinigung habe ich jedenfalls schon mal in der Tasche. Na, dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

21 thoughts on “Wieder Wahlkampf – Piraten wollen in den NRW-Landtag”

  1. wenn du auf de liste kommst,werde ich die piraten nicht wählen.
    piraten stehen für fortschritt und nicht für rückschritt (in allen bereichen,nicht nur technik!).
    daher wären die piraten für mich unwählbar,wenn du es auf die liste schaffen würdest.
    dann bin ich lieber nichtwähler…oder ich wähle die grünen…

    1. Okay, wenn du meinst ich sei eine Gefahr für NRW, dann wähle mich halt nicht. Wenn dir aber Religionsfreiheit, Freiheit der Wissenschaft oder Freiheit überhaupt wertvoll sind, dann überlege dir deine Haltung lieber nochmal! Freiheit ist nämlich immer Freiheit des Andersdenkenden (Rosa Luxemburg).

      Oder denke an das bekannte Voltaire-Zitat: »Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.« Siehst du das auch so? In dieser Konsequenz?

      1. „Okay, wenn du meinst ich sei eine Gefahr für NRW, dann wähle mich halt nicht. Wenn dir aber Religionsfreiheit, Freiheit der Wissenschaft oder Freiheit überhaupt wertvoll sind“
        lol.du lehnst die evolutionstheorie ab,bist gegen homo-ehen(oder gegen homo generell) und schwafelst hier was von wissenschaft und freiheit?!
        sorry,aber dich kann man echt nich ernst nehmen.hoffentlich wirst du das spästestens bei der listenwahl merken und einsehen.du wirst nämlich garantiert nicht auf der liste landen😉

        mfg

        1. „Aber auch als Pirat hocke ich nicht dauernd vor der Kiste, und selbst, wenn ich davor sitze, gucke ich nicht dauernd ins Blog oder in die Mails. Sorry, ist so.“
          jaja,twitter geht vor. m( wenn man schon einen blog betreibt,sollte man ihn auch mehr beachten als twitter.sie haben twitter und blogs nicht verstanden.
          mfg

      2. ich hab übrigens noch n besseres zitat,als du:“lieber wähle ich cdu,als das ich kreationisten und sonstiges märchenvolk im landestag/bundestag habe ;)“ zitat von: MIR

    1. Doch, natürlich. Aber auch als Pirat hocke ich nicht dauernd vor der Kiste, und selbst, wenn ich davor sitze, gucke ich nicht dauernd ins Blog oder in die Mails. Sorry, ist so.

  2. ich weiss,du hast hier hausrecht.aber was hältst du so von der meinungsfreiheit?wieso wird mein erster kommentar nicht freigeschaltet?

    mfg

  3. wenn du wirkilch pirat sein solltest,zieh´biitte deine kandidatur zurück!
    du machst die piraten echt nur lächerlch. (miene meinung)

  4. Meine Stimme werden die Piraten ebenfalls wegen dir verlieren.
    Das Mittelalter ist vorbei und wer einen imaginären Freund braucht, soll erstmal seine eigenen psychischen Probleme bewältigen und sich aus der realen Politik heraushalten.
    Du glaubst doch selber, das beten viel mehr bewirkt-also bleib zuhause und bete.

  5. Die Kommentare hier lassen mich ernsthaft zweifeln, ob ich als freiheitsliebender Christ bei den Piraten noch richtig bin. Ich bin ja schon ne Weile skeptisch wie das mit den Piraten und der Freiheit ist. Religionsfreiheit scheint ja nur noch als Freiheit von Religion verstanden zu werden. Daß jetzt einem Christen nur wegen dessen Glauben gesagt wird, wegen ihm würde man die Piraten nicht mehr wählen, spricht Bände. In meinem Land sind zwar erstmal keine Wahlen (wobei: Wer weiß das schon so genau), aber wenn ich dann doch mal wieder an die Wahlurne komm, werd ich mir nochmal ganz genau ansehen wie das ist mit Anspruch und Wirklichkeit bei den Piraten. Psedofreiheit krieg ich auch anderswo!

    1. Ahoi Benjamin,

      ich kann deine Reaktion gut verstehen. Andererseits würde ich nicht gleich ein paar lautstarke Individuen mit »der« Piratenpartei gleichsetzen. Okay, der Anteil derjenigen, die die Religionsfreiheit noch nicht wirklich verstanden haben, mag gefühlt in der Piratenpartei höher sein als in den Altparteien – von den Linken mal abgesehen. Ich glaube aber nicht, daß man das mit »der« Piratenpartei gleichsetzen kann. Ich kenne eine ganze Reihe von Piraten, die auch den anderen Aspekt von Religionsfreiheit verstanden haben, sprich: die Freiheit für Religion. Und das sind beileibe nicht lauter Leute, die meinen Glauben teilen!

      Im persönlichen Gespräch passiert dann aber, was online schwierig ist: Wir finden zueinander. Nicht unbedingt inhaltlich, aber menschlich. Wir kennen und schätzen uns, wir sprechen über unsere (nicht-)religiösen Überzeugungen, wir tolerieren sie gegenseitig – und arbeiten halt an anderen Themen zusammen.

      Aufs große Ganze gesehen hilft das allerdings nur begrenzt. Daher überlege ich, eine AG Toleranz zu gründen. Vielleicht hast du ja Lust, dabei mitzumachen. Da sollte es natürlich auch um Religionsfreiheit gehen. Ich würde das aber nicht darauf beschränken. Menschen (inkl. Piraten) können ja auch bei anderen Themen unterschiedlicher Meinung sein. Wie gehen wir dann miteinander um? Ich glaube ja nicht, daß der Shitstorm immer die Lösung ist.

      Viele Grüße
      Rainer

      1. Hallo Rainer,
        schon klar daß die nicht „die Partei“ sind, aber ich habe damals, als ich noch im Piratenforum aktiv war, ziemlich viele Leute erlebt, die ähnlich drauf waren, und der Programmbeschluß bezüglich der „Trennung“ von Kirche und Staat hat auch so nen üblen Beigeschmack hinterlassen (wobei der mein ich abgeschwächt wurde).

        Womöglich ist es auch so, daß die laizistischen Piraten einfach zu laut sind, als daß man die anderen vernehmen würde… meine Angst (naja, Angst ist übertrieben) ist halt, daß am Ende die Freiheit fallen gelassen (oder umgedeutet) wird, um nicht die Haltung zur Religion ändern zu müssen. Ich bin wie Du der Meinung, daß Religion keine Privatsache ist, osndern in den öffentlichen Raum gehört, wie jede andere Weltanschauung auch.

        Ich glaub bei ner AG kann ich nicht mitmachen, ich bin Sympathisant, kein Parteimitglied (2009/10 dachte ich mal drüber nach, mußte aber studienbedingt zweimal umziehen und dachte ich wart mal, bis ich mich irgendwo für länger niedergelassen habe). Gibt es sowas wie ne AG „christliche Seefahrt“ oder AG „religiöse Piraten“? Wär vielleicht ne interessante Idee, von einem bewußten weltanschaulichen Standpunkt aus den Anschluß an die Piratenthemen zu formulieren, um das Ganze an eine breitere Realität anzuknüpfen. So ne AG könnte dann auch beim Kirchentag zum Markt der Möglichkeiten kommen. Mich irritiert das immer, daß ich dort SED PDS Linke und DKP sehe, aber keine Piraten…

        Mir fällt auf, daß „shitstorm“ ja auch ganz gut in die Seefahrtsterminologie der Piraten passt…

        Und was die AG angeht: Falls das mit meiner Parteimitgliedschaft wirklich noch was wird, bin ich dabei.

        1. Zwei Antworten:

          Erstens und ganz wichtig: Du kannst bei den Piraten mitmachen, ohne Mitglied zu sein.

          Zweitens: Bin mir nicht sicher, ob ein bewußt weltanschaulicher Ansatz der AG produktiv wäre, weil sie dann sofort gegen alle anderen stünde. Ich bin aber sehr dafür, Leute mit unterschiedlichen weltanschaulichen Ansätzen in der AG zu haben, denen gegenseitige Toleranz am Herzen liegt.

          1. ohne Mitglied zu sein.

            Ach? Mir war so als wäre das irgendwann mal geändert worden…

            Zum Zweiten: Mir schwebte da was vor, um die Ideale der Piraten mit lebensweltlich real vorkommenden Weltanschauungen in Kontakt zu bringen: Wo ist der Zusammenhang zwischen Anti-ACTA und christlicher Ethik/islamischer Ethik/säkular-humanistischer Ethik? Wenn dann alle sehen, daß alle grob auf das Gleiche rauswollen, könnte das auch für die Toleranz hilfreich sein. Aber ich hatte da mehr nen Werbeaspekt im Hinterkopf. Man kann ja auch alle Gruppen in einer AG haben und gegeneinander soll das schon gar nicht gedacht sein. Für mich ist es halt so, daß ich aus dem Glauben heraus wähle, weil der Glauben mein Leben bestimmt (Du wirst das kennen ;)).

            Dir noch nen gesegneten Sonntag

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